Wasserturm

Ehemaliger Wasserturm
Ehemaliger Wasserturm, Foto: Johann-Friedrich-Danneil-Museum

Der ehemalige Wasserturm, ein Rundturm im neugotischen Stil, wurde 1903 errichtet. Er ist mit Ziernischen und einem kupfernen Spitzhelm verziert. Planung und Bauleitung übernahm der Salzwedeler Maurermeister und Architekt Albert Strauchenbruch.

Der 43,7 Meter hohe Turm beherbergt in einer Höhe von 25 Metern einen 7 Meter hohen Ausgleichsbehälter, der bis zu 35 Kubikmeter Wasser speichern konnte. Nach Fertigstellung des damaligen Wasserwerks wurden die Leitungen zu dem errichteten Wasserturm verlegt. Die ersten Haushalte konnten versorgt werden. Zu Beginn erfolgte die Bereitstellung des Leitungswassers basierend auf einer pauschalen Verbrauchseinschätzung. Mit dem Anstieg des Wasserverbrauchs waren jedoch Wasseruhren notwendig und im Jahr 1938 kam ein elektrischer Pumpenantrieb hinzu.

1981 stellte die Stadt den Betrieb Wasserturms ein, da in etwa 5 km Entfernung am Schwarzen Berg Wasserspeicher errichtet wurden. Sie ermöglichten es, das Wasser kostengünstig bergab fließen zu lassen.

Schillerstraße, Wasserturm, Baudenkmal, kulturell-künstlerisch, technisch-wirtschaftlich, städtebaulich, 1903

weithin sichtbarer Backsteinturmbau auf Feldsteinsockel von 43,70 m Höhe, errichtet 1903(i) im Bereich der ehem. Wallanlagen vor dem Neuperver Tor im Zusammenhang mit der Einrichtung der zentralen Wasserversorgung der Stadt; mit seinem hohen Kegelhelm weithin sichtbares Wahrzeichen; der schlanke, hoch aufragende Turmbau in gotisierender Formensprache in bewusster Anlehnung an den Kanon norddt. Backsteingotik und motivischem Rückgriff auf typische Stadttorsilhouetten der Altmark (> Tangermünde, Neustädter Tor), qualitätvolles Beispiel der gestalterischen Verbindung zwischen wassertechnischen Zweckbau und tradierter Baukultur; Außerbetriebnahme 1998gotisierender Backsteinturm mit Wasserhochbehälter, über dem Eingang Relief mit Stadtwappen und Jahreszahl 1903, im Grundaufbau aus konischem Schaft ( Masze: h= 26,00 m, Innendurchmesser/unten = 11,40 m, Innendurchmesser/oben = 8,40 m), zylindrischem Hochbehälterkopf und kupfergedecktem Kegeldach bestehend, der Turmkopf durch fünfbahnige Blendmaßwerkfelder im Wechsel mit Stufengiebelachsen mit Blendmaßwerkrosetten reich gegliedert, die technische Ausstattung mit Steigleitungen und genietetem Stahl-Hochbehälter vollständig erhalten

  • Arno Sommerfeld, Hansestadt Salzwedel – Ein Rundgang durch die Geschichte der Stadt (2000)
  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, 20.12.2007