Comeniusschule

Ehemalige Landwirtschaftsschule
Ehemalige Landwirtschaftsschule, Foto: Johann-Friedrich-Danneil-Museum

Der Baubeginn des im Jugendstil gehaltenen Schulgebäudes war 1908. 1911 wurde es als Höhere Landwirtschaftsschule eingeweiht. Sie galt zur damaligen Zeit als die am besten besuchte Landwirtschaftsschule in Preußen und erhielt offiziell die Anerkennung vom damaligen Reichskanzler. In den späten 1930er Jahren erfolgte die Umwandlung in eine Oberschule für Jungen und später in eine Polytechnische Oberschule. Am 25. August 1949 erhielt sie den Namen des bekannten Pädagogen Johann Amos Comenius. Ab 1989 wurden hier zeitgleich Grund- und Sekundarschüler und -schülerinnen unterrichtet, bis die Grundschule im Jahr 2005 in die Perver-Grundschule umzog. Seitdem wird das Gebäude als Sekundarschule genutzt.

Neutorstraße 26; Schule, J. A. Comenius-Schule, Baudenkmal, kulturell-künstlerisch, städtebaulich, 1907-1911

Durch seine markante Turmsilhouette ortsbildprägendes dreigeschossiges Gebäude der ehem. Landwirtschaftsschule aus der spätwilhelminischen Epoche, erbaut 1907-11 nach Plänen der Architekten Krämer & Herold aus Düsseldorf; mit seinen monumentalen Treppengiebeln und dem Turmmotiv die regionale Backsteinarchitektur tradierend; die Raumgestaltung im Innern überwiegend vom Jugendstil geprägt, bemerkenswert vor allem die im Treppenhaus erhaltene Putzdekoration; der eine städtebauliche Dominante bildende Turm mit seinen bogenförmigen Staffelgiebeln in formaler Anlehnung an den in Darmstadt nach Entwurf von Joseph Maria Olbrich errichteten Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe; qualitätvolles Beispiel des späthistoristischen vom Jugendstil beeinflussten Schulbaues in Salzwedelmonumentaler Backstein-Putzbau auf L-förmigem Grundriss, Hof- und Giebelseite verputzt